auf wiedow sehen

September 29, 2008

Da bleibt der Sauhund doch glatt vor der roten Ampel stehen – Sapperlott !

Richard Gris – Die Weiterbildungslüge
Die prickelndste Bankrotterklärung für Personal-Entwicklungs-Abteilungen und Weiterbildner, die mir bislang unter die Lupe gekommen ist. Mit Esprit geschrieben stellt Richard Gris in seiner Weiterbildungslüge die derzeitige Weiterbildungspraxis in Deutschland gekonnt an den Pranger.

Frankfurt, 29.09.2008

Auch wenn Viele schon Sturm laufen, seine wahre Identität fordern und Nestbeschmutzer noch einer der harmlosen Ausdrücke für ihn ist. Mit Vielem, was er anspricht, hält er den Finger in die Wunde der Weiterbildungslandschaft.

Im Grunde hätte er das ganze Buch auch in zwei Sätzen zusammenfassen können, doch hätte Campus das dann wohl nicht veröffentlicht.

1) Ich kann aus einem Ackergaul kein Rennpferd machen – trifft auf viele unbedachte Weiterbildungsmassnahmen zu.
2) Viele Weiterbildungsabteilungen sind zu blossen Erfüllungsgehilfen ohne Rückgrat verkommen. – Alles, was beantragt wird, wird auch genehmigt.

Gut, dass Campus auf ein komplettes Buch gedrängt hat. Sonst könnten Sie nicht über so anschauliche Beispiele dieses offensichtlichen Kenners der Szene, Richard Gris, schmunzeln, wie z.B. den Klassiker von Robert Dilts über den Patienten, der glaubt, er sei eine Leiche und dessen Glaubenssystem sich nach dem Besuch beim Psychiater tatsächlich verändert hat. Fraglich allerdings, ob in die gewünschte Richtung, wenn er sagt:

„Verdammt, Leichen bluten doch.“

Weiterbildung sei Millimeterarbeit und der Leidensdruck müsse entsprechend hoch sein sind nur zwei Kernthemen, die Gris auf amüsante Weise auf den Punkt bringt. Ob dafür gleich Mitarbeiter erschossen werden müssen, wenn sie’s nicht schaffen, sei mal dahin gestellt, auch wenn das nach Meinung des Autors Bewegung in’s Spiel bringen würde.

Mit der Forderung, sich von der Piep, Piep, Piep, wir haben uns alle lieb-Kultur abzuwenden, vermehrt Konflikte auch auszutragen und auszuhalten stellt er schliesslich noch die Forderung nach mehr Pitbulls in Personalentwicklungs-Abteilungen auf.

Freilich ohne zu sagen, wie die genaue Versorgung der vielfältigen Wunden zu erfolgen hat. Da bin ich schon gespannt auf Teil 2. Möglicherweise dann mit echtem Namen, nachdem dieses Buch sich zigtausendmal verkauft hat und sich der Autor einen gemütlichen Lebensabend mit seiner Familie auf seiner eigenen Insel erlauben kann.

Verdient hätte er’s.

In der Zwischenzeit macht das Gros der Weiterbildung, was es stets gemacht hat: Wirft ihm vor, keine Lösungen zu bieten. Aber das hat das Gros der Weiterbildung ja schon immer gemacht. Gewartet, bis ihm der Allerwerteste hinterher getragen wurde.

Nix da. Selber denken. Neue, knackige Konzepte entwickeln. Überzeugen.

Was die Kritik der Weiterbildner aber auch bedeutet: Sie sehen die Wunden . . . hehehe . . . *schmunzelgrins‘ . . .

@ Da bleibt der Sauhund doch glatt vor der roten Ampel stehen – Sapperlott !
Das stand auch irgendwo im Buch. Hat mich angesprungen. Kann mich an die Seite nicht mehr erinnern. Empfehlung deshalb: Kaufen . . .

Tune in . . . Daddy Cool by Boney M.

Have fun, Andreas Wiedow
+49-69-70720880 | Newsflash abonnieren | Übersicht aller Telefon-Tipps


Lust auf Wiedow-Gezwitscher ?Sie wollen kommentieren bzw. Alles lesen ? Werden Sie kostenlos Mitglied . . . Finden Sie den Fehler ?
Advertisements

Schreibe einen Kommentar »

Es gibt noch keine Kommentare.

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: